Die Kaminverlegung:

 

Lange Zeit habe ich mir überlegt, das Wie, das Wann und macht es überhaupt Sinn? Zerstöre ich eher den HBO oder ist alles stabil genug? Wie viel Arbeit wird es sein und wie hoch werden die Kosten werden?

Material, was wird alles gebraucht?

 

Eine ganze Menge fragen. Zeit und Moneten spielen da natürlich auch eine Rolle.

 

Aber manchmal ist es am Besten, man(n) machts einfach. Sprich fang an, bohre Löcher und setze dir und deiner Umwelt ein Zeichen. Dann gibt es plötzlich kein Zurück mehr.

Denn nach allen Überlegungen, war nun der Holzunterstand zwischenzeitig fällig und hat ein neues Dach und Gewand bekommen.

 

 

 
25.Jan.2013

Material für die Türe muss beschafft werden. Die HBO-Türe saß nicht mehr richtig und der Rauch aus dem Ofen entwich durch alle Ritzen. Also Türe raus und überschüssiges altes Mörtel heraus geklopft. Ofentür- Dichtschnur ( rakuten-makuta ) bestellt.

 

 

Und so gibt der HBO ein trauriges Bild ab.

 

 
Und plötzlich die Chance, 570 Feldbransteine für 135 Euronen... Da muss man(n) zuschlagen.

 

27.Jan.2013

Bohrmaschine in die Hand genommen und die den ersten Schamotte-Stein von Innen herausgenommen. Zunächst die Fugen bearbeitet. Und dabei viel zu zaghaft ran gegangen.

Aber der Durchbruch ist geschafft. Problem: der spätere Luftzugschacht liegt gute 20cm unterhalb der Erdoberfläche...

Und dann noch den Alten Kamin abgerissen...

 

 
28.Jan.2013

Schaufel in die Hand genommen...

Ganz schön eng die Ecke und ein wenig beklemmend, zu wissen, dass, wenn ich unten angekommen bin, oben nur noch der Kopf rausschauen wird.

 

 
29.Jan.2013

Die Feldbrandsteine in zwei Fuhren geholt. Was für ein Sauwetter.

Zwei Ofenklappen ins Visier genommen.

 

 

Meisterwerk, Ingenieursleistung, alles zu Papier gebracht

 

 
30.Jan.2013

Unten angekommen.

 

 
31.Jan.2013 bis 02.Feb.2013

Fundament gelegt.

Stück für Stück, Mörtel angerührt, Eisen, alte Steine und Schweißtropfen eingebracht.

Kellersteine zwischen oberen und unterem Fundament eingebracht.

 

 
03.Feb.2013 bis 05.Feb.2013

Die ersten Steine gelegt. Das Grundfundament, der Luftschacht und ein Weg zum Kamin.

 

Dann aber kehrte der Schnee zurück. Kalt war es ja eh. Zur besseren Verarbeitung des Mörtels habe ich unter einem Gaspilz gearbeitet. Alles immer mit Styropor und Steine verpackt. Mir selbst war nie kalt... aber einwenig high war ich schon nach getaner Arbeit.

 

 
12.Feb.2013

Die Drosselklappe ist da, gefertigt für ein paar Grillwürste, von der benachbarten Firma. Schön, dass es so etwas noch gibt.

 

Die nächsten Reihen, inklusive Einbau der Luftzufuhrtüre und das erreichen des eigentlichen Kaminausgangs gestaltete sich einwenig schwierig, aber auch spannend.

 

Nach der letzten Reihe, habe ich zum Schutz gegen die Kälte weitere Steine aufgelegt und den Rest rundum verpackt.

 

 
13.Feb.2013

Die weiteren Reihen bewogen mich zur Umplanung. Eine ersteigerte Ofentüre musste weichen. Ich bastelte aus Platzgründen eine provisorische Revisionstüre.

Und nun konnte ich den neuen Kamin auch von Innen her wärmen. Ob es was brachte? Keine Ahnung, aber es gab mir ein gutes Gefühl.

Ein Grillschale mit Holzkohle habe ich in den Ofen gestellt und so schon die Luftzufuhr testen können und gleichzeitig den Backraum auf 30-50 Grad erwärmt und somit auch den Kaminbau von Innen mit warmen Rauchgasen bedient.

 

 
14.Feb.2013

Die Drosselklappe konnte eingebaut werden...

 

 
15.Feb. bis 18.02.2013

Jeden Tag ca. 6 Reihen aufgelegt. Der Winter und Frau Holle im Kampfe mit dem Vorfrühlingsbote und ich mitten drin.

Spannend war auch das Behelfspodest- wackelte aber hielt. Und 'Schief' ist 'Englisch' und 'Englisch' ist 'Modern'.

Aber ich denke es liegt eher an den Fotografen, der einfach überwältigt war...

 

 
20.Feb.2013

Einst war das Rheinland in fester Hand Napoleons. Und dieser Herr hatte seinen Hut vergessen. Als krönenden  Abschluss der Hut von Napoleon auf unseren Kamin...

Kamin... vorher,         Kamin... nachher...

 

 

 

Und natürlich wurde die Türe neu eingesetzt. Mit Ehalit eingebettet.

 

 

 
Zusammenfassend,

über Geld spricht man nicht...

dennoch, hier eine Auflistung,

Umbau des Kamins

15 Euronen - Ofenklappe für Luftzufuhr
20 Euronen - Revisionstür
50 Euronen - Beton
20 Euronen - Kellersteine
75 Euronen - Feldbrandsteine
35 Euronen - Ofentür-Dichtbänder
5 Euronen - Promat
10 Euronen - Drosselklappe
10 Euronen - Schamotte-Mörtel
20 Euronen - Rheinlandziegel
75 Euronen - Kaminhaube Napoleon

Macht zusammen 335 Euronen. Insgesamt habe ich 500 ausgelegt, Überschüssiges wird dann weiterverkauft oder anderweitig verarbeitet.

 
 
27.Feb.2013

Einwenig weiter gebastelt...

Die Revisionstüre ist nun eingearbeitet... die Mauer, die das Beet zum Weg abgrenzt steht...

Der Rest folgt sodann nach und nach...

 

Das Feuer zeigt, dass der Rauch ganz gut abzieht... Dennoch werde ich in Zukunft wohl mehr Hitze erzeugen müssen, um eine rauchfreiere Verbrennung zu gewährleisten. Bei zu wenig Hitze, durchs Anmachholz, reicht diese Hitze nicht aus, um die großen Stücke direkt zu entflammen, diese kokeln dann nur vor sich her und erzeugen zuviel Rauch, so dass auch der bessere Zug wieder verpufft...

 

 

 

Winterimpressionen Feb. 2013...